Samstag, 31. Mai 2014

Strickmodelle vom Laufsteg

Wenn Ihr einmal Lust habt, ein Designerstück zu stricken, dann empfehle ich Euch die Hefte "Catwalk" von Lana Grossa. Da sind wirklich tolle Sachen drin. Hier ist der LINK, damit Ihr die Magazine einmal durchblättern könnt.


In der Ausgabe 4, Frühjahr/Sommer 2012, fand ich dieses Modell von Burberry Prorsum, das ich gleich zweimal gestrickt habe, weil es mir so gut gefiel.


 In der Anleitung wird ein Baumwoll-/Viskosegemisch empfohlen. Mir wäre das zu schwer geworden, so dass ich wieder einmal zu meiner geliebten Strumpfwolle gegriffen habe.


Bei dünnen Garnen stricke ich den Anschlag zweifädig. Sieht meiner Meinung nach besser aus und ist haltbarer. Ansonsten ist das Modell nicht schwer zu arbeiten. Man strickt bis zum Armausschnitt in Runden, dann wird die Arbeit geteilt und Vorder- und Rückenteil getrennt beendet. Unkompliziert ist auch das Flechtmuster, bei dem jeweils 4 Maschen nach rechts oder links verzopft werden. Eine Blende für den Halsausschnitt ist lt. Anleitung nicht vorgesehen, was mir nicht so gut gefiel. Ich habe einen einfachen Rollrand gestrickt (Maschen aus der Ausschnittskante aufnehmen, glatt rechts stricken und der Rand rollt sich von allein ein).



Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,
Anneli

Dienstag, 27. Mai 2014

Wer die Wahl hat .....

Ich mag nicht mehr!

Meine Bündchen habe ich in einem helleren Blau gestrickt. Laut Anleitung ist für die Blende des Halsausschnitts eine andere Farbe vorgesehen. Zuerst habe ich sie in einem dunkleren Blau gestrickt - mit der falschen Nadel. War nicht so schlimm, weil mir die Farbe irgendwie auch nicht so gefiel.

Jetzt habe ich grün genommen und finde, das passt noch weniger, weil es sich mit dem Blau der Bündchen beißt. Noch einmal stricke ich sie nicht! Stimmt nicht ganz. Ich stricke sie noch EINMAL, aber dann mit der richtigen Nadel und mit der richtigen Farbe.


Aber manchmal wird in der Krise eine Idee geboren. Habe die Blende schnell mit Photoshop gefärbt. So, und welche Farbe nehme ich jetzt? Eigentlich gefällt mir das helle Blau ganz gut. Soll laut Anleitung zwar in einer anderen Farbe gestrickt werden, aber das muss ich ja nicht so machen. 


 Rosa stand überhaupt nicht auf meiner Liste, aber so schlecht finde ich es auch nicht.


 oder ..... gelb, beige oder rot?




Oder lasse ich sie doch grün? Was meint Ihr?

Montag, 26. Mai 2014

"Rhiannon" - Zwischenstand

So, ich komme langsam auf die Zielgerade.


Erinnert Ihr Euch an "Rhiannon"? So soll er aussehen, wenn er einmal fertig ist.


Vorder- und Rückenteil sowie ein Ärmel sind fertig. Eigentlich wollte ich die Ärmel ja einfarbig stricken. Das wäre mir bunt, hatte ich gesagt.

Aber wenn ich ganz ehrlich bin, hatte ich eigentlich nur keine Lust, die Fäden zu vernähen. Zum Glück gab es aber Nadamavie und Traudi, die mich zum Geringelten ermutigten und Bettina, bei der ich schnell noch einmal nachfragen konnte, wie sie eigentlich mit mit dem Verarbeiten von Fäden umgeht. Ich stricke meistens einfarbig. Vernähen oder verweben war die Antwort.

Beim Rautenmuster habe ich die Fäden vernäht.
Beim Ärmel habe ich die Fäden verwoben.
Ich habe es jetzt mit dem Verweben probiert und plötzlich machen Streifen Spaß. Ich hatte Angst, dass die Fäden wieder rausrutschen würden, aber sie sitzen bombenfest. Gelesen habe ich, dass sich besonders haarige Garne für diese Technik eignen. Die Fäden sollten nicht zu kurz abgeschnitten werden.


So, jetzt ran an den zweiten Ärmel! Zusammennähen, Halsausschnitt ... ich hoffe, ich kann Euch den fertigen Pulli in Kürze zeigen. Den fertigen Ärmel habe ich schon einmal zur Probe eingeheftet. Stimmt, der Pulli bekommt durch die Streifen erst den richten Pfiff!

Liebe Grüße,
Anneli

Donnerstag, 22. Mai 2014

Pullover Carys von Amanda Jones

Im Moment kleben meine Finger an den Nadeln mehr als an der Tastatur, also schreibe ich noch einen kleinen Post, obwohl ich auch gern meinen Pullover weiterstricken würde.

Im "The Knitter (deutsche Ausgabe) Nr. 13" vom letzten Frühjahr oder  "The Knitter Nr. 45 (englische Ausgabe)"  aus dem Jahr 2012 fand ich diesen Pullover von Amanda Jones. Mir gefiel das luftige Lochmuster. Gestrickt habe ich ihn aus Denim Cotton von Lang Yarns.

Hier einmal der Pullover in schwarzweiß,  damit Ihr das Muster besser sehen könnt.
 Falls jemand von Euch dieses Garn verwenden möchte, empfehle ich dringend, die Maschenprobe vor dem Stricken zu waschen, denn mein Pullover ist etwas eingelaufen. Rowan bietet auch ein Denim Garn an, mit einer Information zur Maschenprobe VOR und NACH dem Waschen. Egal, mir gefällt das Stück immer noch und "klimatechnisch" ist es ein Traum. Auch bei diesen Temperaturen kann ich gut langärmlig draußen sein.

 So jetzt aber nichts wie raus! Genießt diesen herrlichen Sommertag!

Liebe Grüße,
Anneli

Montag, 19. Mai 2014

Wonach richten - Maschenprobe oder Lauflänge?


In einigen Anleitungen habe ich den Satz gelesen: "Falls Sie ein anderes Garn als das Originalgarn verwenden möchten, empfehlen wir eines mit gleicher Lauflänge."

Gut, für den Verbrauch mag das ja stimmen, für die Passform allerdings nicht. Die Maschenprobe ist für das Gelingen eines Projektes in meinen Augen die entscheidende Größe. Hier zwei Beispiele:

Pullover aus Bingo, Lana Grossa, Lauflänge 80 m
Pullover aus Merino Air, Lana Grossa, Lauflänge 130 m

Das Muster für diesen Pullover gibt es in der Rebecca Nr. 43. Das Heft ist leider ausverkauft, sehe ich gerade.

Bei beiden Pullovern ist die Maschenprobe identisch.

Es wäre für alle Strickerinnen sehr hilfreich, wenn bei jeder Anleitung die Angaben für eine Maschenprobe glatt rechts angegeben wären. Natürlich ist das nicht gerade im Interesse der Hersteller, da man so viel leichter ein Alternativgarn wählen kann.  

Ich habe dazu folgende Lösung gefunden: Wenn ich ein Strickheft kaufe, suche ich mir die Informationen zur Maschenprobe lt. Banderole für die Garne aus dem Internet (irgendwo wird man immer fündig) und schreibe sie in das Heft. Das ist vor allen Dingen dann nützlich, wenn man nach Jahren wieder ein Magazin durchblättert, ein Modell stricken möchte und dann feststellt, dass es diese Wolle gar nicht mehr gibt. Bei den schnelllebigen Modegarnen ist das übrigens häufig schon nach einer Saison der Fall.

Wie macht Ihr das?

Hier noch die Formel für das Umrechnen bei abweichender Lauflänge:
Beispiel:  16 Knäuel x 80 m = 1.280 m  :  130 m = aufgerundet 10 Knäuel


Liebe Grüße,
Anneli

Freitag, 16. Mai 2014

Augen auf beim Jackenkauf!

Ich erinnere mich an einen kuschelweichen Pullover, den ich aus sündhaft teurer Angorawolle gestrickt hatte. Doch schon nach kurzer Tragezeit bemerkte ich eine Stelle an der Seite, die zunächst pillte, dann aufrauhte und schließlich richtig kahl wurde. Es dauerte etwas, bis ich der Ursache auf die Spur kam. Die Pflegeanleitung in der Seitennaht meines Mantels war die Übeltäterin. Ich war sinksauer. Auf der anderen Seite war es eine einmalige Erfahrung, denn seitdem werden Kleidungsstücke, die über Pullover und Jacken getragen werden sollen, sorgfältig von mir untersucht.


Innentaschen mit Reiß- oder Klettverschlüssen kommen bei mir gar nicht mehr infrage. Pflegeanleitungen, Kontrollzettel, Herstellerinformationen und Lables lasse ich beim Kauf sofort entfernen. Ich habe eine Lederjacke, aus deren Seitennaht eine "Buch" herausgelöst werden musste! Bitte nicht einfach abschneiden, denn das produziert nur scharfe Kanten! Nein, es muss alles sauber aus der Naht herausgetrennt werden. Ich habe dazu keine Lust und auch keine Nähmaschine, also lasse ich es machen.

Ganz übel sind übrigens auch Jacken und Mäntel aus festen Baumwollstoffen, die nicht abgefüttert sind. Dazu zählen leider auch Jeansjacken und Parker. Ich hatte mir einen traumhaft schönen Parker gekauft. Als ich dann feststellte, dass er meine Pullover aufrauht (merkt man eigentlich schon beim Anziehen), habe ich ihn beim Schneider abfüttern lassen. Jetzt gleite ich mühelos in die Jacke hinein und kann Teile aus den feinsten Garnen drunter anziehen. Die Änderung hat sich gelohnt!


Labels gibt es übrigens auch weiterhin ... solche hier:


Ich wünsche Euch ein wunderschönes Wochenende!

Anneli

Dienstag, 13. Mai 2014

Stricktrends - ich brauche auch etwas für unterwegs

Mein bunter Pullover mit den vielen Knäueln wird zwar schön, er hat jedoch den Nachteil, dass ich ihn wirklich nur zuhause stricken kann. Allerdings bin ich häufig unterwegs und dann ist es schön zu wissen, dass man sein Strickzeug in der Tasche hat. Ich habe schon an der Haltestelle entspannt genadelt, während andere Fahrgäste entnervt auf und ab gingen, weil der Zug verspätet war.


"Stricktrends" ist ein Magazin, das ich auch ganz gerne mag. In der neuen Ausgabe 2/14  ist mir das Modell 7 ins Auge gesprungen. Mit gefällt das große Rautenmuster und das bunte Garn, das durch das Muster erst richtig interessant wird.

I
Ich kaufte zunächst ein  "Testknäuel", um zu sehen, ob mir das Garn zusagt, denn bei der Mischung von 50 % Baumwolle und 50 % Acryl war ich etwas skeptisch. Gestern habe ich das Knäuel verarbeitet und bin ganz angetan. Es strickt sich wunderbar. Bei einer Lauflänge von 80 m werde ich 550 g benötigen. Das ist für einen Sommerpullover nicht gerade wenig, aber es reizt mich einfach, das Modell zu stricken.


Für dieses Stück habe ich ein Knäuel benötigt.
 
Ich habe mich für die Farbe 0065 entschieden. Sie ist nicht ganz so kräftig, eher pastellig.


Hier noch einmal ein Blick auf die Anschlagsreihe. Ich stricke nach dem Aufnehmen der Maschen grundsätzlich eine Rückreihe, weil ich das Maschenbild auf der rechten Seite einfach schöner finde.

Montag, 12. Mai 2014

Der Reiseschal

Es sind doch nur vier Tage gewesen, warum fühlt es sich dann an wie drei Wochen? Wir sind gerade zurückgekommen aus Venedig. Ich glaube, es sind diese vielen Bilder, Gerüche, Stimmungen und Eindrücke, die zunächst aufgesaugt und dann irgendwie verarbeitet werden müssen. Venedig ist ein Traum! Klar, es gibt viele Menschen, die das genauso sehen und somit gibt es zahlreiche Touristen, aber überall findet man stille Winkel, Ecken, Gassen und Nischen, in denen man ganz allein ist und staunend betrachten kann, was diese Stadt zu erzählen hat.

Wir reisen gern. Mit auf Reisen geht auch immer das Strickzeug. Leicht nervös beim Kofferpacken, weil kein geeignetes Projekt vorhanden, fiel er mir ein - der Reiseschal. Seit zwei Jahren bekomme ich ihn nicht fertig. Man könnte jetzt annehmen, wir seien selten unterwegs - das stimmt nicht! Es ist dieser Schal, und es ist dieses Lacemuster, das mir Geduld abverlangt, die ich nicht immer habe. An dieser Stelle ein dickes Kompliment an alle Lace-Strickerinnen, die wundervolle, filigrane Tücher zaubern.


Laut Anleitung sollte der Schal eine Gesamtlänge von 1,22 m erreichen. Es fehlte jetzt nicht mehr viel. Als ich dann beim schummerigen Licht des Hotelzimmers ein paar Reihen stricken wollte, verlor ich zunächst die Maschen und dann die Fassung. Bei diesem Muster handelt es sich nicht um ein Lacemuster, bei dem man sich in der Rückreihe entspannen kann (d.h. Maschen stricken, wie sie erscheinen). Nein, die Rückreihe wird auch gemustert. Man kann also bei einem Fehler schlecht ribbeln. Ein Fehler bedeutet in diesem Fall ... zurückstricken (für mich jedenfalls).

Die Nadeln nicht spitz genug, die Hände zu feucht .... ich verlor noch eine Masche und machte kurzen Prozess: Keine 1,22 m Gesamtlänge, 1 Meter muss reichen, ist halt ein Kurzschal.

Ich finde die Länge sogar ganz gut und werde nach dem Spannen noch ein Foto machen, wie er gebunden aussieht. Mit einer Brosche geschlossen, sieht er "spitze" aus. Jetzt ist dieses UFO endlich nicht mehr da und bietet Raum für etwas Neues. Es regnet, es ist kühl ... herrlich! Ich fange mit dem Rückenteil vom "Rhiannon" an und muss schon einmal blättern, was es demnächst werden könnte.


Sonntag, 4. Mai 2014

Posy Cardigan ist fertig!

So, jetzt ist die Jacke fertig, und ich habe versprochen, sie sofort zu zeigen.

 
Ich finde sie ist ganz gut gelungen, obwohl ich mit meiner Garnwahl nicht ganz zufrieden bin.

Gewählt habe ich Siena 4ply von Rowan. Es handelt sich bei diesem Garn um eine reine Baumwolle. Für den Sommer finde ich Baumwolle ganz angenehm, aber für dieses Modell eignet sie sich weniger.

In der Anleitung wird Wool Cotton 4ply von Rowan empfohlen. Hierbei handelt es sich um ein Ganzjahresgarn, das aus jeweils 50 % Wolle und Baumwolle besteht. Ich glaube, das ist für dieses Jäckchen die bessere Wahl, denn das Garn ist etwas weicher und gefälliger. Dies nur als kleiner Hinweis, falls jemand nachstricken möchte. Hier noch einmal der Link zum Heft: Pretty Knitting von Rowan

Ansonsten wünsche ich viel Spaß beim Handarbeiten!


Ein Lob auf die Sockenwolle!

Ich habe gewonnen! Gestern ist ein Päckchen eingetroffen mit einem wunderschönen Anleitungsheft und zwei Knäuel Strumpfwolle. Danke Tina, ich habe mich sehr gefreut!

Ich mag Strumpfwolle, aber ich stricke keine Socken. Um ganz ehrlich zu sein, habe ich in meinem Leben genau drei Socken gestrickt. Ein Paar für meinen Mann und eine Einzelsocke, die seit Jahren in einem Karton schlummert mit dem dazugehörigen Restgarn, das das Paar vervollständigen würde .... ich schaffe es nicht.

Im Winter arbeite ich einen Tag in der Woche in einem Wollgeschäft. Es ist kein Job, sondern ein Spaßtag, an dem ich im Paradies bin, umzingelt von Farben, Knäuel und Frauen, die das Handarbeiten lieben. In zahllosen Gesprächen habe ich festgestellt, dass es zwei Arten von Strickerinnen gibt: Die einen stricken Socken, die anderen tun es nicht. Ganz selten habe ich Frauen getroffen, die Socken UND Oberteile, wie Pullover, Jacken oder Mäntel stricken. Komisch, nicht wahr? Dabei haben alle Sockenstrickerinnen meine volle Bewunderung! Sie produzieren ein Paar nach dem anderen in den schönsten Farben und den anspruchsvollsten Mustern. Ich denke, Strickerinnen haben einfach Vorlieben!

Ich stricke Pullover, gerne auch aus Sockenwolle, und ich habe einige Projekte aus diesem Garn hergestellt. Hier ein kleines Beispiel, für das es demnächst eine Anleitung gibt.

Pullover und Jacken aus Sockenwolle sind leicht, robust und werden nach jeden Waschgang weicher und schöner. Aus 4fädigem Garn gearbeitet, sind sie so dünn, dass man sie hervorragend unter Jacken und Mänteln anziehen kann, ohne dass sie auftragen.

Noch einmal vielen Dank für die Wolle. Ich werde zeigen, was ich daraus gemacht habe.

Beste Grüße,
Anneli