Montag, 31. März 2014

Eigene Ideen sammeln - Teil 1


Kennt Ihr das? Man möchte ein neues Projekt anfangen, hat vielleicht eine eigene Idee und weiß nicht so recht, wie man sie festhalten kann.

Ich habe mir dazu Folgendes überlegt:

Weißes T-Shirt anziehen, Foto machen und das Bild ausdrucken. Oder bei einem vorhandenen Foto mit einen Fotobearbeitungsprogramm den „Pulloverbereich“ markieren, die Farbe in dem Bereich durch "weiß" ersetzen und dann ausdrucken.

 Jetzt hat man eine schöne Vorlage, um Ideen zu zeichnen. Dazu müsst Ihr keine Supertalente sein. Ein paar Striche bekommt jeder hin.


Vor allem könnt Ihr sehen, wie Schnitt, Farbe und Muster an Euch wirken. Vielleicht verwerft Ihr die Idee, vielleicht seid Ihr aber begeistert und setzt sie um.

Ich habe meinen Einfall in diesem Fall umgesetzt. 400 g Cotofine von Lana Grossa in taupe hatte ich noch im Stash. Allerdings fand ich die Farbe etwas langweilig und habe mir noch ein Knäul blau gekauft.

So, und nun muss ich mich weiter bei Ravelry einfuchsen. Bekomme das mit dem RSS-Feed irgendwie nicht hin .... oh, well.

Euch einen wunderschönen Tag,

Anneli


Freitag, 28. März 2014

Schalkragen

So einen Schalkragen kann man auch im Frühling immer gebrauchen. Es wird wärmer, in der Bahn werden die Fenster aufgeklappt .... es zieht.

Ich habe diesen Kurzschal aus einem Seiden-/Merinogarn gestrickt. Den Namen der Wolle weiß ich nicht mehr, aber das ist auch nicht so wichtig. DieMaschenprobe glatt links gestrickt ergibt bei 19 M und 25 R 10x10 cm.

Die Gratisanleitung könnt Ihr bei DROPS Design finden:



Der Schalkragen ist schnell gestrickt. Wichtig ist, dass man beim Stricken der Blende an den Rundungen mehr Maschen auf 10 cm aufnimmt als an der geraden Kante, da sich die Blende sonst zieht. 

Viel Spaß beim Stricken und ein schönes Wochenende,
Anneli 


Dienstag, 25. März 2014

Noch einmal Kim Hargreaves - Mohairjäckchen

http://faden-gold.blogspot.de/p/bilder.html

Während mein hellblauer Frühlingspullover wächst, zeige ich Euch noch eine kleine Jacke, die ich im letzten Jahr gestrickt habe.

Gefunden habe ich das Modell "Garnet" im Magazin "Winter Blooms" von Kim Hargreaves. Ich mag diese Designerin wirklich sehr gern. Das empfohlene Material, Rowan Kidsilk Haze habe ich durch Lana Grossa Silkhair ersetzt. 5 Knäule à 25 g (210 m pro 25 g) habe ich benötigt. Gestrickt wird dieses Leichtgewicht glatt rechts mit Nadel 3,25. 

Anklicken und dem Link folgen
Die zweifarbigen Rüschen werden separat gearbeitet und später befestigt. Markierungsreihen erleichtern das Annähen. Hierfür wird statt glatt rechts 1 Masche glatt links gestrickt, so dass man eine gut erkennbare senkrechte Linie bekommt.

Angeschlagen werden die Rüschen mit doppelten Faden, dann wird einfädig in der anderen Farbe weitergestrickt. Durch Abnahmen erhält man die gewünschte Rüschenlänge.

Die Blenden der Vorderteile werden gleich mitgestrickt. Für die Kragenblende werden ein paar Reihen glatt rechts genadelt, so dass sich die Blende nach Fertigstellung leicht nach außen rollt.

Mir hat es riesigen Spaß gemacht, dieses Modell zu stricken.

Liebe Grüße,
Anneli
 
Die Anleitung ist in englisch geschrieben, man kann das Heft aber auch mit deutscher Übersetzung kaufen.



Montag, 24. März 2014

Gezielt gesucht ...... zufällig gefunden - 30 Tage im Netz



Vor genau einem Monat bin ich unter die Blogger gegangen.  An dieser Stelle danke ich meiner Tochter, die mir diesen Schubs verpasst hat. 

Die anfängliche Zurückhaltung und Unsicherheit sind der Neugier und dem Erstaunen gewichen. Ich fühle mich wie Alice im Wunderland! Der Versuch, die Dinge irgendwie zu ordnen und zu katalogisieren ist erst einmal gründlich misslungen. Stattdessen bin ich eingetaucht in die Tiefen des Netzes und habe zufällig Dinge gefunden, die ich eigentlich gar nicht gesucht habe. Zusammenfassend kann ich sagen: „Mein Gott, was für eine Kreativität, was für eine Schaffenskraft!“ 

Da wird geschnippelt, gestanzt, gefaltet und geklebt, gehäkelt und gestickt, gewebt, gefärbt und gesponnen, gefilzt, gestrickt und geribbelt. Da gibt es Socken und Babyschühchen, Tücher, Cowls, Loops, Handschuhe, Schals, Schlüsselanhänger, Grannysquares, Jacken, Mützen, Pullover, ausgestopfte Tiere, Handtaschen und Beutel, Stulpen, Armreifen, Netze, gehäkelte Kerzen, gestrickte Eierwärmer, Kissen, Decken, einen Nadelparkplatz, Buchhüllen, bestrickte Vasen und Teelichthalter, umgarnte Bäume und Sesselbezüge …. Unglaublich!

Ich danke allen Frauen, die sich die Mühe machen, ihre Arbeiten zu veröffentlichen. Sie alle verdienen Bewunderung. Ich danke auch allen Frauen (und Männern), die den Weg auf meinen Blog gefunden haben und mich mit ihren netten Kommentaren ermuntern weiterzumachen. 

Eine schöne Woche und herzliche Grüße,

Anneli

Samstag, 22. März 2014

Angst vor der Pulloverwäsche

Kennt Ihr das? Irgendwann ist es soweit und das gute Stücke muss gewaschen werden.

Ich zögere das immer so lange wie möglich hinaus. Meine Mutter sagte immer: "Nach der ersten Wäsche ist das Beste weg." Oft reicht tatsächlich eine gute Lüftung, aber bei einem sehr hellen Teil ist das nur begrenzt möglich.

Wer schlau ist, macht eine Maschenprobe und wäscht sie, bevor mit dem Projekt begonnen wird. So kann man unangenehme Überraschungen vermeiden. Ich bin leider nicht immer so schlau.

Nach der Wäsche: Wie neu!

Dieser Pullover ist ein Modell von Kim Hargreaves. Er heißt "Craft" und ist in dem Heft "Scarlet" erschienen. Wie immer sind dort zauberhafte Sachen zu sehen. Link anklicken und im Heft blättern. Empfohlen werden die Garne Kid Silk Haze und Fine Lace von Rowan, die doppelfädig verstrickt werden. Sehr schöne Wolle, die aber auch ihren Preis hat. Ich habe statt dessen Silkhair und Lace Merino von Lana Grossa gewählt. Die Maschenprobe war identisch.

http://faden-gold.blogspot.de/p/pullover.html


Den Pullover habe ich von links per Hand gewaschen und bin ganz begeistert. Form und Flausch habe sich nicht verändert. Ich habe Silkhair (30 % Seide, 70 % Mohair - 210 m auf 25 g) auch schon zusammen mit anderen Garnen verstrickt und gute Ergebnisse erzielt. Dieser Pulli ist fast so weich wie Angora.

Donnerstag, 20. März 2014

Die neue Rebecca ist da (ab 26. März im Zeitschriftenhandel)



Was für ein wunderschöner Tag!  Ein Tag für Genießer .

 

Aber bitte denkt nicht, dass ich jetzt die Nadeln in die Ecke gelegt habe. Es geht voran. Langsam vielleicht, denn das ist nun mal so, wenn die Sonne scheint und das Garn dünn ist.
 


Seit gestern gibt es die neue Rebecca (im Zeitschriftenhandel ab dem 26.03.2014). Eigentlich mag ich das Magazin. Als Zopfmusterstrickerin komme ich voll auf meine Kosten. Es ist zwar eine Zeitschrift für die jungen Strickerinnen, aber man kann die Modelle ganz gut auf seine Bedürfnisse anpassen. Doch bei dieser Ausgabe habe ich mich etwas erschrocken. Die überschnittenen Schultern haben sich nicht erst seit gestern eingeschlichen, aber jetzt gibt es fast keinen anderen Schnitt mehr. Ich finde es ganz furchtbar. 

Rebecca ab 26. März im Zeitschriftenhandel
Rebecca ab 26.03.14
Das hatten wir alles schon! Hier ein Beweisfoto aus den 80ern. Aber ich sage Euch …. es kommt noch schlimmer. Ich habe bei Karstadt gesehen, dass die Schulterpolster aufgerüstet wurden. Das Thema werde ich mit Sicherheit in einem anderen Post noch einmal aufgreifen.

Genießt den Tag, morgen wird es schon wieder kühl und nass.


Mittwoch, 19. März 2014

Zurückgeblättert - wie alles begann




Man sagt, ein Blog sei so eine Art virtuelles Tagebuch. Gut, dann darf man ja auch einmal zurückblättern.

An mein erstes Projekt erinnere mich noch ganz genau. Es war ein Pullover und es gibt sogar noch ein Bild. Ich habe ihn vor vierzig Jahren gestrickt. Ich weiß das so genau, weil ich damals für ein paar Monate in Belgien war, um dort zu arbeiten. In der „Brigitte“ gab es die Anleitung. Ein glatt rechts gestrickter Blockstreifenpullover, der aus vier völlig geraden Teilen bestand. Es gab weder Abnahmen noch Zunahmen, nicht einmal am Ausschnitt. Ich dachte, das sei easy. War es aber nicht, jedenfalls damals nicht. Nach dem Bündchen hieß es „20 Maschen verteilt zunehmen“. Es entstanden 20 Löcher. Verschränkte Maschen kannte ich noch nicht. Aber das war mir egal. Ich habe diesen Pullover lange und voller Stolz getragen.

Könnt Ihr Euch noch an Euer erstes Strickwerk erinnern?