Montag, 20. Oktober 2014

"Joyce" ist fertig!

.... endlich fertig, müsste es eigentlich heißen. In der Jacke steckt mehr Arbeit, als man auf den ersten Blick vermutet. Es liegt am Muster, bei dem man 42 Reihen benötigt, um auf 10 cm zu kommen.


Obwohl die Jacke ziemlich schnörkellos ist, hat das Projekt 700 Gramm Rowan Cashsoft DK verschlungen.

Alles in allem ist das Jäckchen eine reine Fleißarbeit. Ich habe Zöpfe und aufwendige Muster vermisst. Dafür liegt der Reiz im Schnitt und in einer guten Anleitung. Leicht tailliert, mit aufgesetzten Taschenblenden und Umschlagärmeln, gibt es doch einige Finessen. Vor allem der Ausschnitt gefällt mir. Nachdem die Schulterschrägung beendet ist, werden bei den Vorderteilen die Maschen einfach stillgelegt. Ebenso beim Rückenteil. Neben der Schulterschrägung, gibt es keine weiteren Abnahmen. Die restlichen Maschen werden völlig gerade abgekettet. Später kommen die stillgelegten Maschen wieder auf die Nadel und aus dem abgeketteten Rückenteil werden neue Maschen aufgenommen. Über das Ganze werden dann noch ein paar Reihen gestrickt, dann werden die Maschen abgekettet. Dadurch steht der Kragen etwas hoch.


Was ich allerdings am schönsten finde, ist, dass sich die schlichte Jacke wieder herrlich verwandelt lässt.


Weitere Informationen zu dem Projekt gibt es auf Ravelry.
Siehe auch Posts vom 01.09.14 und 02.10.14

So, und jetzt freue ich mich wie Bolle, dass ich meine Karojacke weiterstricken
kann :-)). Ach ja, und dann sind da noch die neonpinken Stulpen für meine Tochter. Doch davon später.

Euch eine wunderschöne Woche!

Anneli

Samstag, 18. Oktober 2014

Doubleface für Anfänger

Vielen von Euch hat die Doubleface-Technik gefallen und einige haben gesagt, sie würden es gern lernen. Man kann Doubleface sehr perfekt stricken, mit rundem Anschlag und offenen Kanten, die später im Matratzenstich zusammengenäht werden. Damit vermeidet man "bunte" Kanten. Meine Stricklehrerin hat mir die Technik für Anfänger gezeigt und ich kann Euch versichern, dass mein Schal mit genau dieser Methode entstanden ist.


Und so geht es:

Angeschlagen wird mit zwei Fäden und zwei Farben (hier grau und gelb). Dabei ist es hilfreich, dass sich bereits in der Anschlagsreihe immer eine graue und eine gelbe Masche abwechseln.


Dann kommt die 1. Reihe. Die Randmaschen werden immer doppelfädig gestrickt. Hinreihe rechts, Rückreihe links.

Die Vorder- und Rückseite werden gleichzeitig gestrickt. Die Vorderseite soll hier grau werden, die Rückseite gelb. Wir stricken eine graue Masche mit dem grauen Faden rechts ab und legen den grauen Faden VOR die Arbeit. Der graue Faden bleibt auf der Vorderseite, ansonsten würden auf der Rückseite Spannfäden entstehen. Die nächste Masche ist eine gelbe Masche und bildet die Masche für die Rückseite. Sie wird links gestrickt und erscheint auf der Rückseite rechts. Der gelbe Faden bleibt immer HINTER der Arbeit.


In der Rückreihe läuft es genau anders herum. Gelbe Masche rechts mit gelben Faden stricken. Der gelbe Faden bleibt VOR der Arbeit. Graue Maschen mit grauem Faden links stricken. Der graue Faden bleibt HINTER der Arbeit.


Nach ein paar Reihen sehen Vorder- und Rückseite so aus:



Wenn Ihr jetzt auf der grauen Seite ein gelbes Motiv einstricken möchtet, verkreuzt Ihr die Fäden, so dass die nächste graue Masche mit dem gelben Faden gestrickt wird (gelber Faden VOR der Arbeit) und die nächste gelbe Masche links mit grau gestrickt wird (Faden HINTER der Arbeit).


Es ist eigentlich ganz einfach. Was Ihr vorne strickt, müsst Ihr hinten immer im Negativ arbeiten. Das ist alles! Und jetzt könnt Ihr es ja mal probieren.

Ein schönes Wochenende wünsche ich Euch!

Liebe Grüße,
Anneli

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Doubleface-Schal

Die Tage werden kühler und es wird Zeit, langsam die Sommer- gegen die Winterstricksachen zu tauschen.

Auch die Schals kommen wieder zum Vorschein, darunter auch einer, den ich Euch schon lange hätte vorstellen müssen, denn es ist mein "Bloggerprofil-Schal", den Ihr bei jedem Kommentar seht.

Positiv- und Negativseite sind hier gut zu erkennen


Hier die Strickschrift für den Stern, abgebildet ohne Randmaschen
Gestrickt habe ich ihn in Doubleface-Technik. Das Strickbild erscheint positiv-negativ auf der Vorder- und Rückseite glatt rechts. Die Technik wird in jedem besseren Strickbuch ausführlich erklärt. Ich habe tatsächlich einen Strickkurs belegt, um Doubleface zu lernen und kann Euch sagen, dass es unglaublich viel Spaß macht.


Da das Strickstück ziemlich dick wird, verwendet man die Technik in erster Linie für Decken, Schals oder dicke Jacken. Sina arbeitet auch gerade an einem ganz ausgefallenen Schal, der mir sehr gut gefällt.

Ich hätte Lust, mal wieder etwas in Doubleface zu stricken. Ob ich das überhaupt noch kann? Ich hoffe, man verlernt das nicht.

Liebe Grüße,
Anneli

Sonntag, 12. Oktober 2014

Ist das nicht süß?

Im Moment ist die Zeit für meinen Blog etwas knapp. Doch diesen süßen Wärmflaschenbezug musste ich Euch unbedingt zeigen.


Gefunden habe ich ihn in der neuen "Filati Home Nr. 58". (Das Heft solltet Ihr Euch in Kürze online ansehen können). Wer noch gern ein Weihnachtsgeschenk stricken, häkeln oder filzen möchte, wird in diesem Heft garantiert fündig.


Sehr schön finde ich auch den Zopfpullover und den Loop.


Mit meinen Projekten geht es auch langsam aber sicher voran. Eine Mütze für meinen Mann ist zwischenzeitlich fertig geworden.....


und bei der "Joyce " muss nur noch ein Ärmel gestrickt werden, der andere wird schon gespannt.


Genießt Euren Sonntag!

Liebe Grüße,
Anneli



Mittwoch, 8. Oktober 2014

Es geht weiter .... Karojacke mit Schößchen

Eigentlich wollte ich meine "Joyce" erst fertig stricken, aber das Rückenteil meiner neuen Jacke hat einfach mehr Spaß gemacht.


Der Spaß legt sich allerdings gerade etwas, denn ich bin dabei, die senkrechten Linien aufzusticken. Ich sticke sie im Maschenstich. Zunächst hatte ich überlegt, ob es nicht eine bessere Methode gibt und in meinen Büchern gewühlt. Ja, man kann die Linien auch aufhäkeln. Mittlerweile glaube ich, dass dies die bessere Methode ist, weil man vom Knäuel arbeitet und keinen ellenlangen Nähfaden benötigt. Also habe ich es versucht - mit einem bemerkenswerten Mangel an Erfolg. Im Buch stand auch, dass es schneller gehen soll. Nicht so bei mir. Es war ein unglaubliches Gefriemel, den Faden bei jeder Maschen von unten nach oben zu holen, aber ich werde das ganz bestimmt üben.


Ich sticke also mit langem Faden im Maschenstich. Langer Faden, weil ich möglichst wenig vernähen möchte. Allerdings bekommt er beim Arbeiten einen Drall, neigt dann zu Knotenbildung und ich zu Wutausbrüchen. Ich werde wohl bei "Joyce" zunächst den Ärmel weiterstricken.



Hier seht Ihr, wie der Maschenstich funktioniert.

Und jetzt zu meinen Stricknotizen:

Schößchen, Karomuster und Schnitt - siehe Post vom 05. Obtober 2014

Mit Abschluss des Schößchens befinden sich 121 Maschen auf der Nadel.
Beidseitige seitliche Zunahmen in Reihe: 7, 19, 29, 39, 47, 55, 63 = 135 M
78 Reihen bis zum Armloch
Beidseitige Abnahmen für Armloch: 6, 3, 2, 2, 2, 4 x 1 in jeder 2. Reihe = 97 M
Ab 149. Reihe beidseitig für Schulter 3 x 8 M abketten = 24 M pro Schulter
Restliche 49 Maschen gerade abketten (kein rückwärtiger Ausschnitt, da Polokragen angestrickt wird).

Euch viel Freude beim Handarbeiten!

Liebe Grüße,
Anneli