Donnerstag, 30. Oktober 2014

Männerstrick

Mein Mann soll zu Weihnachten einen Pullover bekommen und ich denke, dass es langsam an der Zeit ist, sich mit dem Projekt zu beschäftigen. Modelle für Männer sind in den Fachzeitschriften gar nicht so leicht zu finden. Außerdem möchte ich ein dickeres Garn aus meinen Wollvorräten verwenden.


Gedacht habe ich an Bingo von Lana Grossa. Ich habe immerhin noch 1200 g rot meliert und 100 g rot in meinem Stash. Das sollte für einen Pullover reichen. Wenn ich Glück habe, bleibt sogar noch etwas für eine passende Mütze übrig.

Ich hatte das Garn Anfang des Jahres schon einmal für mich verstrickt. In diesem Pulli stecken auch schon 850 g.


Auf der Suche nach einem Herrenpullover bin ich jetzt im Knitter Nr. 15 fündig geworden. Ich finde das Modell  "Gregor" einfach klasse! Der neue Knitter kommt übrigens am 12. November.


Damit ich eine Vorstellung davon habe, wie "Gregor" aus meinem Garn aussieht, habe ich ihn mit Photoshop kurzerhand eingefärbt. Ich finde diese Möglichkeit fantastisch, denn man kann mit allen Farben spielen und es bewahrt einen vielleicht vor einer falschen Entscheidung. Ich bin zum Beispiel noch unsicher, ob ich am Bündchen den roten Streifen mache oder nicht. Andererseits kann ich mir auch vorstellen, dass eine passende Mütze mit einem roten Steifen gut zu dem Pullover aussehen würde. Was meint Ihr?


Ich wünsche Euch noch einen schönen Abend,
Anneli


Sonntag, 26. Oktober 2014

Neue Stricknotizen zur Karojacke

Dieses Projekt macht mir richtig Spaß. Mittlerweile habe ich das Rückenteil mit senkrechten Linien im Maschenstich bestickt und auch ein Vorderteil gestrickt.


Damit das Rückenteil schön glatt ist, habe ich es zunächst gespannt. Das erleichtert das Aufsticken der Linien erheblich. Man stickt zunächst die Mittellinie und arbeitet sich dann nach rechts und links vor.

Zu diesem Projekt veröffentliche ich meine Stricknotizen.
Für Informationen zu Maßangaben, Material, Maschenprobe und Angaben, wie das Schößchen gestrickt wird, lest bitte meinen Post vom 05.10.2014.
Stricknotizen zum Rückenteil und dem Maschenstich habe ich in meinem Post vom 08.10.2013 mitgeteilt.

Jetzt komme ich zum Vorderteil.


Mit Nadelstärke 3,5 habe ich 111 M für das Schößchen angeschlagen. Alle Angaben sind ohne Randmaschen. Die erste Masche ist gleichzeitig die Randmasche.

4 Reihen kraus rechts, 6 Reihen glatt rechts = 10 Reihen
In Reihe 11 beginnen die Abnahmen:
1 M re, 2 M re zusstr., dann 2 x (39 M re, 2 M überz. zussstr., Maschenmarkierer setzen, 2 M re zusstr.) 22 M re = 106 M.
Die weiteren Abnahmen wie beim Rückenteil durchführen. Abnahmen in den Reihen 15, 19, 23, 27, 31, 35, 39, 43, 47, 51, 55

Nach 60 Reihen ist das Schößchen beendet. Es sind 51 Maschen auf der Nadel.

In der ersten Reihe nach dem Schößchen (schwarze Hinreihe) verteilt 5 M zunehmen = 56 M.
Seitliche Zunahme rechts in Reihen: 9, 19, 29, 39, 47, 55, 63 = 63 M

Armausschnitt und Schulterschrägung wie beim Rückenteil arbeiten.

Halsausschnitt: ab Reihe 129 in jeder 2. R wie folgt abnehmen: 6, 3, 3, 2, 2, 4x1

 So sieht der Maschenstich von hinten aus.


Und hier die überarbeitete Strickschrift.

Eine ganz große Bitte habe ich noch. Wenn hier jemand tatsächlich die Jacke strickt, möchte ich natürlich unbedingt ein Foto sehen!

Liebe Grüße und einen schönen Restsonntag,
Anneli

Samstag, 25. Oktober 2014

Sicherheitsstulpen

Es ist geschafft!

Meine Tochter hatte sich Stulpen gewünscht. Neonpink sollten sie sein und mit dicker Wolle gestrickt. Die passende Anleitung war bei Ravelry schnell gefunden. Als ich allerdings die Wolle im Regal sah, zögerte ich doch. Solche Farbe bin ich nicht gewohnt.


Ok, dachte ich mir, die Stulpen sind für das Radfahren gedacht und bei dieser Signalfarbe tritt jeder Autofahrer erst einmal auf die Bremse. Dass es aus meiner Sicht Sicherheitsstulpen werden sollten, erleichterte das Stricken.


Ich verrate Euch jetzt, dass es die ersten Stulpen sind, die ich in meinem Leben gestrickt habe. Mein "Gesellenstück" sozusagen. Das Stricken mit einem gelben Nadelspiel der Stärke 6, machte die Sache nicht einfacher. Und dann hatte ich noch ein Problem mit dem Daumen. Obwohl ich mich an die Anleitung gehalten hatte, gab es zum Schluss einen Querfaden, der da nicht hätte sein sollen. Irgendetwas habe ich falsch gemacht. Überhaupt war das Stricken mit drei dicken Nadeln und 11 Maschen eine ziemliche Quälerei. Aber so schnell gebe ich nicht auf. Ich habe mir eine Anleitung für Stulpen mit dünner Wolle geholt und werde es noch einmal versuchen.


Meine Tochter findet die Stulpen übrigens toll! Und das ist schließlich die Hauptsache.

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,
Anneli


Montag, 20. Oktober 2014

"Joyce" ist fertig!

.... endlich fertig, müsste es eigentlich heißen. In der Jacke steckt mehr Arbeit, als man auf den ersten Blick vermutet. Es liegt am Muster, bei dem man 42 Reihen benötigt, um auf 10 cm zu kommen.


Obwohl die Jacke ziemlich schnörkellos ist, hat das Projekt 700 Gramm Rowan Cashsoft DK verschlungen.

Alles in allem ist das Jäckchen eine reine Fleißarbeit. Ich habe Zöpfe und aufwendige Muster vermisst. Dafür liegt der Reiz im Schnitt und in einer guten Anleitung. Leicht tailliert, mit aufgesetzten Taschenblenden und Umschlagärmeln, gibt es doch einige Finessen. Vor allem der Ausschnitt gefällt mir. Nachdem die Schulterschrägung beendet ist, werden bei den Vorderteilen die Maschen einfach stillgelegt. Ebenso beim Rückenteil. Neben der Schulterschrägung, gibt es keine weiteren Abnahmen. Die restlichen Maschen werden völlig gerade abgekettet. Später kommen die stillgelegten Maschen wieder auf die Nadel und aus dem abgeketteten Rückenteil werden neue Maschen aufgenommen. Über das Ganze werden dann noch ein paar Reihen gestrickt, dann werden die Maschen abgekettet. Dadurch steht der Kragen etwas hoch.


Was ich allerdings am schönsten finde, ist, dass sich die schlichte Jacke wieder herrlich verwandelt lässt.


Weitere Informationen zu dem Projekt gibt es auf Ravelry.
Siehe auch Posts vom 01.09.14 und 02.10.14

So, und jetzt freue ich mich wie Bolle, dass ich meine Karojacke weiterstricken
kann :-)). Ach ja, und dann sind da noch die neonpinken Stulpen für meine Tochter. Doch davon später.

Euch eine wunderschöne Woche!

Anneli

Samstag, 18. Oktober 2014

Doubleface für Anfänger

Vielen von Euch hat die Doubleface-Technik gefallen und einige haben gesagt, sie würden es gern lernen. Man kann Doubleface sehr perfekt stricken, mit rundem Anschlag und offenen Kanten, die später im Matratzenstich zusammengenäht werden. Damit vermeidet man "bunte" Kanten. Meine Stricklehrerin hat mir die Technik für Anfänger gezeigt und ich kann Euch versichern, dass mein Schal mit genau dieser Methode entstanden ist.


Und so geht es:

Angeschlagen wird mit zwei Fäden und zwei Farben (hier grau und gelb). Dabei ist es hilfreich, dass sich bereits in der Anschlagsreihe immer eine graue und eine gelbe Masche abwechseln.


Dann kommt die 1. Reihe. Die Randmaschen werden immer doppelfädig gestrickt. Hinreihe rechts, Rückreihe links.

Die Vorder- und Rückseite werden gleichzeitig gestrickt. Die Vorderseite soll hier grau werden, die Rückseite gelb. Wir stricken eine graue Masche mit dem grauen Faden rechts ab und legen den grauen Faden VOR die Arbeit. Der graue Faden bleibt auf der Vorderseite, ansonsten würden auf der Rückseite Spannfäden entstehen. Die nächste Masche ist eine gelbe Masche und bildet die Masche für die Rückseite. Sie wird links gestrickt und erscheint auf der Rückseite rechts. Der gelbe Faden bleibt immer HINTER der Arbeit.


In der Rückreihe läuft es genau anders herum. Gelbe Masche rechts mit gelben Faden stricken. Der gelbe Faden bleibt VOR der Arbeit. Graue Maschen mit grauem Faden links stricken. Der graue Faden bleibt HINTER der Arbeit.


Nach ein paar Reihen sehen Vorder- und Rückseite so aus:



Wenn Ihr jetzt auf der grauen Seite ein gelbes Motiv einstricken möchtet, verkreuzt Ihr die Fäden, so dass die nächste graue Masche mit dem gelben Faden gestrickt wird (gelber Faden VOR der Arbeit) und die nächste gelbe Masche links mit grau gestrickt wird (Faden HINTER der Arbeit).


Es ist eigentlich ganz einfach. Was Ihr vorne strickt, müsst Ihr hinten immer im Negativ arbeiten. Das ist alles! Und jetzt könnt Ihr es ja mal probieren.

Ein schönes Wochenende wünsche ich Euch!

Liebe Grüße,
Anneli