Sonntag, 29. März 2015

Zopfpulli zum Karorock - Teil 2

Das Rückenteil ist fertig.


Das hätte auch etwas früher sein können, aber ich musste ribbeln :-(  Habe ich doch in meinem Strickrausch glatt die Maschen für die seitliche Zunahme beim Rippenmuster vergessen. Auch der Gedanke, man könne das Ganze ja etwas dehnen, wurde schnell verworfen. Diese Art von Selbstbetrug sollte man tunlichst vermeiden, weil man sich später doch bloß ärgert. Schluss, aus, Nadel raus! Außerdem fand ich das Mittelteil, das ich mit Nadel 2,75 gestrickt hatte, doch etwas zu fest. Also habe ich es mit Nadel 3,0 noch einmal versucht, was mir deutlich besser gefällt.

Ok, wo waren wir stehengeblieben? Ach ja, der untere Zopfbereich wurde nach 80 Reihen beendet. Weiter geht es in mittelgrau im Rippenmuster mit Nadel 3,0. Nach der Randmasche abwechselnd 4 Maschen rechts und 4 Maschen links stricken. Enden mit 4 Maschen rechts und einer Randmasche.

Für die seitliche Schrägung in Reihe 93, 105, 117 und 129 beidseitig im Muster eine Masche zunehmen.
Nach Reihe 140 ist das Mittelteil beendet. Es ist 15 cm hoch.


Ab Reihe 141 das kleine Zopfmuster in hellgrau mit ND 3,5 stricken (Beschreibung s. Post vom 21.03.15)

Ab Reihe 151 die Abnahmen für den Armausschnitt in jeder 2. Reihe wie folgt arbeiten: Minus 7, 4, 2, 2, 2, 1, 1, 1 (gesamt  20 Maschen pro Seite).

Ab Reihe 227 die Schultern und den rückwärtigen Ausschnitt über 6 Reihen arbeiten.
Schulter über 38 Maschen:  In jeder 2. Reihe 14, 12, 12  M abketten
Ausschnitt: mittlere 54 Maschen abketten, dann beidseitig in jeder zweiten Reihe 4 M und 2 M abketten.

Damit die Zöpfe ihre Breite behalten, habe ich bei den Abnahmen über jeden Zopf 4 x 2 Maschen zusammengestrickt. Das obere Drittel ist 23 cm hoch.


Puh, das wäre geschafft. Mit dem Vorderteil habe ich auch schon begonnen. Trotz der dünnen Wolle kommt man ziemlich schnell voran.

Weitere Beiträge zu diesem Projekt:
Post vom 21.03.2015
Post vom 05.03.2015

Auch mein zweiter Zickzackschal ist ein paar Reihen gewachsen.


Zum Schluss habe ich noch ein schönes Bild für Euch. Ein Kalenderblatt, das mein Mann mir eben auf den Schreibtisch gelegt hat :-) Ich denke, das wir wohl ein Traum bleiben ..... oder gibt es tatsächlich eine Leserin, deren Mann strickt ??


Liebe Grüße und Euch noch einen schönen Sonntag,

Anneli

Samstag, 21. März 2015

Zopfpulli zum Karorock - Teil 1

In meinem Beitrag vom 5. März  hatte ich Euch drei Entwürfe für einen Pullover vorgestellt, der zu meinem Karorock passen soll. Danke, dass Ihr Euch so fleißig bei der Suche nach der besten Idee beteiligt habt. Die Entscheidung war ziemlich eindeutig. Mittlerweile habe ich mit der Umsetzung begonnen und das erste Drittel des Pullis gestrickt.


Ich möchte bei diesem Projekt wieder meine Stricknotizen mit Euch teilen. Vielleicht ist die eine oder andere Anregung für Euch dabei. Gestrickt wird der Pullover aus Strumpfwolle von Regia. Die Maschenprobe glatt rechts mit ND 3,5 beträgt 28 Maschen x 36,5 Reihen auf 10 cm.

Zunächst habe ich mir Gedanken über die Maße gemacht.


Dann habe ich ein geeignetes Zopfmuster gefunden und nach meinen Wünschen modifiziert. Das Muster ist unten breit und wird nach oben hin schmaler.


Der Zopf hat oben eine Breite von 3,2 cm und unten von 5,5 cm. Die Länge über 84 Reihen beträgt 21 cm.

Hier die Strickschrift:

Wenn Ihr die Strickschrift vergrößert, ist sie gut lesbar.
Wenn man seine Maße und die Maschenproben ermittelt hat, beginnt das große Rechnen. Ich habe mich von oben nach unten vorgearbeitet. Oben in der Mitte stricke ich einen kleinen Zopf, links und rechts davon jeweils 4 linke Maschen, dann wieder einen kleinen Zopf. Dieses Muster wiederhole ich, bis ich mein Maß erreicht habe.

Im unteren Drittel wechseln sich kleine und große Zöpfe ab. Würde ich dort ausschließlich große Zöpfe stricken, entstünde ein Schößchen, was ich dieses Mal nicht möchte. Der Pullover soll nur ausgestellt sein und durch das Muster die Figur betonen.

In der Mitte wird ein Rippenmuster gestrickt, das aus jeweils 4 linken und 4 rechten Maschen besteht.


Ich habe 249 Maschen in rot mit Nadel 3,5 angeschlagen und nach der Anschlagsreihe sofort mit dem Muster begonnen. Es werden 4 Reihen in rot gestrickt und dann auf hellgrau gewechselt.

1 Randmasche,  *kleiner Zopf (12M), 4 M links, großer Zopf (27M), 4 M links* insgesamt 5 mal stricken, enden mit kleiner Zopf, 1 Randmasche

Nach 80 Reihen ist die untere Zopfpartie beendet.

Wechseln auf ND 2,75 und in mittelgrau im Rippenmuster weiterarbeiten. 1 Randmasche, dann jeweils 4 M re, 4 links, enden mit 4 M re, 1 Randmasche. Durch den Wechsel auf eine dünnere Nadel kann ich den Maschenrhythmus beibehalten. Würde ich mit ND 3,5 weiterstricken, wäre das Muster zu breit.


So, das war der Start. Bald geht es weiter. Es ist gar nicht so einfach, die Schritte zu erklären. Wenn Ihr etwas nicht versteht, könnt Ihr mich gern fragen. Auf jeden Fall ist es wieder ein Projekt, das mir richtig Spaß macht :-)

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!

Anneli

Montag, 16. März 2015

Schnell mal zwischendurch ....

... ein Frühlingsloop aus Bändchengarn.


"Tape" heißt das Bändchengarn mit Farbverlauf von Lana Grossa, aus dem ich einen Loop gestrickt habe. Das Material besteht aus reiner Baumwolle und hat eine Lauflänge von 170 m/100 g.


Für den Loop, der aus Fallmaschen und kraus rechts gestrickten Runden besteht, benötigt man genau 100 g. Die Anleitung befindet sich auf der Innenseite der Banderole. Fertig gestrickt hat der Loop einen Umfang von zirka 140 cm und eine Breite von 14 cm. Ich finde, er könnte etwas kürzer und dafür breiter sein, aber das ist Geschmackssache. Gebrauchen kann man so ein Teil auf jeden Fall, zum Beispiel auf dem Rad, wenn die Sonne einem den Hals versengen möchte. Durch die Fallmaschen und die reine Baumwolle ist der Loop luftig und leicht.


Lt. Banderole soll der Loop mit der linken Seite nach außen getragen werden. Ich finde die andere Seite allerdings schöner.


Die Fallmaschen sind übrigens ganz leicht zu stricken. Man arbeitet in einer Runde über alle Maschen einen Umschlag und eine Masche rechts. In der nächsten Runde werden dann nur rechte Maschen gestrickt. Dabei wird der Umschlag der Vorreihe fallengelassen und die nächste rechte Masche in die Höhe gezogen.

Ich wünsche Euch eine schöne sonnige Woche!

Anneli

Donnerstag, 12. März 2015

"Land Girls" Moving Cable Sweater ist fertig

Heute begrüße ich zunächst einige neue Leserinnen. Herzlich willkommen! Ich freue mich sehr, dass Ihr meinen Blog gefunden habt!

In den letzten zwei Wochen habe ich hauptsächlich an meinem "Land Girls" Moving Cable Sweater gestrickt. Heute habe ich die letzte Naht geschlossen und möchte Euch nun den Pulli vorstellen.


Ich mag das Modell. Es ist schlicht, feminin und ein bisschen "vintage". Die kostenlose Anleitung ist gut verständlich, das Muster unkompliziert und doch gibt es ein paar Klippen, die man beachten muss.

Glatt links Gestricktes sieht häufig etwas unsauber aus. Bettina hat zu dem Thema kürzlich einen Beitrag verfasst. Gerade beim Versetzen der Zöpfe können leicht etwas größere unschöne Maschen entstehen. An diesen Stellen sollte man aufpassen und ziemlich fest stricken. Ich stricke generell fest, aber bei Modellen, die glatt links gestrickt werden, passe ich besonders auf. Zur Not nehme ich eine dünnere Nadel.


Die zweite Klippe ist der Schnitt. Englische Schnitte haben ziemlich dürftige Maßangaben. Im Allgemeinen findet man die Gesamtbreite, die Gesamtlänge, die Ärmellänge und wenn man Glück hat, die Höhe des Armausschnitts. Das ist alles. Angaben zu der Breite und Tiefe des Halsausschnitts, der Schulterbreite- und schrägung, der Tiefe des Armausschnitts oder zu der Höhe der Ärmelkeule fehlen. Vergeblich sucht man auch die Maße für die Breite der Ärmel. Das muss man herauslesen oder mühsam errechnen, wobei Voraussetzung ist, dass die Maschenprobe wirklich ganz genau stimmt. Ich ärgere mich darüber. Mittlerweile kenne ich natürlich "meine" Pullovermaße und kann auf den ersten Blick erkennen, wo etwas geändert werden muss, sofern ich die Daten habe.

Wer seine Maße nicht kennt, sollte sich einmal vermessen lassen und die Daten notieren. Wie das funktioniert und wie man Zugaben berechnet, ist in zahlreichen Büchern beschrieben und wahrscheinlich auch im Internet zu finden. Es gibt auch Strickblogs, wie zum Beispiel Tichiro, wo gute Informationen erhältlich sind.

Empfehlenswert sind zum Beispiel diese drei Bücher. Jede Strickerin sollte mindestens ein Fachbuch zum Nachschlagen besitzen.


Ich habe es mir mit dem Messen allerdings etwas einfacher gemacht. Man nimmt einen Pullover, der gut sitzt und misst ihn wie folgt aus:


1. Bündchenbreite
2. Breite des Pullovers unten über dem Bündchen
3. Breite des Pullovers oben, bevor der Armausschnitt beginnt
4. Schulterbreite
5. Tiefe des rückwärtigen Halsausschnitts (OHNE Bündchen)
6. Tiefe des vorderen Halsausschnitts (OHNE Bündchen)
7. Höhe des Armausschnitts
8. Breite des Ärmels oben
9. Breite des Ärmels unten
10. Bündchenbreite des Ärmels
11. Innenlänge des Ärmels
12. Außenlänge des Ärmels
13. Gesamtlänge des Pullovers, gemessen vom höchsten Punkt der Schulter bis zum unteren Rand des Bündchens
14. Seitenlänge des Pullovers bis zum Armausschnitt

Wenn Ihr "Euren" Schnitt mit dem einer Anleitung vergleicht, seht Ihr sofort, wo eventuell etwas korrigiert werden muss.


Zum Schluss noch einmal die technischen Details zum "Land Girls" Moving Cable Sweater von Lucy Jones
Die kostenlose Anleitung ist verfügbar in den Größen S, M, L, XL, XXL
Nadeln: 3,25 und 3,75
Material: 300 g (Größe S/M) Felted Tweed von Rowan

Liebe Grüße,
Anneli


Donnerstag, 5. März 2015

Ideen sammeln und umsetzen - Teil 3

Ich liebe Ideen! Sie fliegen einem zu und man muss sie festhalten. Für diesen Zweck habe ich mir jetzt zwei Skizzenbücher gekauft. Einen kleines Buch für unterwegs und ein großes Buch mit Spiralbindung für zu Hause. Hier sammle ich alles, was mir gefällt oder was ich irgendwann vielleicht einmal gebrauchen könnte. Modelle aus Zeitschriften oder von Modenschauen, eigene Skizzen, Adressen, Muster, Accessoires, Farben, Formen, Verrücktes und sonstige Fundstücke.


Neulich habe ich mir einen karierten Rock gekauft und im Geiste schon einmal mein Wolllager durchforstet.


Als ich dann ich der Bahn saß, kam mir eine Idee, die ich ganz grob skizziert habe. Hier gilt es zunächst, den Einfall einfach nur festzuhalten.


Dann habe ich meinen Rock auf meine Schneiderpuppe gezogen und fotografiert.


Mit Photoshop habe ich eine Pulloverform markiert und weiß gefüllt. Wenn man mit dem Programm nicht vertraut ist, nimmt man sein Foto, druckt es aus und zeichnet eine Pulloverform. Ist die Zeichnung fertig, kann man sie wieder fotografieren und das Bild anschließend in beliebiger Anzahl ausdrucken.


Ich habe jetzt eine Möglichkeit, mit Mustern und Farben zu spielen, bis ich mein eigenes optimales Modell gefunden habe.


Ich stelle mir vor, dieses Modell noch einmal einfädig aus Strumpfwolle zu stricken. Die unteren Zöpfe sollen zunächst breit sein und nach oben schmaler werden. Dadurch bekommt der Pullover eine ganz leichte Schößchenform. Für eine schöne Taille, wird der mittlere Bereich  mit einer dünneren Nadel im Rippenmuster gestrickt. Oben wiederholt sich das Zopf- oder auch ein Rautenmuster. Allen drei Entwürfen gemein ist der rote Abschluss am Halsausschnitt und an den Bündchen. So der Plan. Ich werde dieses Modell wieder ganz genau dokumentieren und Euch meine Stricknotizen zur Verfügung stellen. Aber zunächst wird mein "Land Girl´s Moving Cable" von Lucy Jones fertiggestrickt, was aber nicht mehr lange dauert. Hier der Zwischenstand:


Wen es interessiert, für den noch einmal der Link zu:
Ideen sammeln und umsetzen - Teil 1
Ideen sammeln und umsetzen - Teil 2

Herzliche Grüße,
Anneli