Montag, 27. April 2015

Es geht!

Danke für Eure Anteilnahme und für Eure Tipps zum Thema "Noppenmisere"! Ich habe sofort einige Maschen angeschlagen und Eure Vorschläge ausprobiert. Aber irgendwie sahen die Noppen nicht so aus wie auf dem Bild. Kennt Ihr das? Man starrt auf das Bild und denkt: ES MUSS GEHEN! Um Mitternacht kam dann die Erleuchtung. Man strickt einfach ganz stur nach Strickschrift und das geht so:


Die Noppen werden über die GANZE Reihe gestrickt, also NICHT gewendet. Ich habe mal versucht, das aufzuzeichnen.


Dafür habe ich nicht nur die Hinreihen sondern auch die Rückzeichen gezeichnet. Das verdeutlicht die Sache ganz erheblich. Die Noppe wird wie gesagt über die ganze Reihe gestrickt und nicht gewendet. Das bedeutet, dass man deutlich mehr Maschen auf der Nadel hat. Der ganz große Vorteil ist, dass die Noppenmaschen fest ins Gestrickte einbunden sind.

Für alle, die den Pullover toll finden und ihn vielleicht nachstricken möchten, hoffe ich, dass "meine" Strickschrift verständlich ist. Wenn nicht, bitte bei mir melden. Die Maschen werden gestrickt, wie bezeichnet. Gut zu erkennen ist jetzt, dass mit dem zweiten Noppenpaar mit einer M re in der 53. Reihe begonnen wird. Diese Reihe ist gleichzeitig die 3. Reihe des ersten Noppenpaars (5 M li). Die 4. Reihe der Noppen ist übrigens schwer zu stricken. 5 M links zusammen - furchtbar!

Ok, ich werde den Pulli noch einmal ribbeln und neu beginnen. Dieses Mal sollte es klappen.

Die Noppen sind ziemlich klein und auf dem Foto oben nicht so gut zu erkennen, darum habe ich das Probestück noch einmal gegen das Fenster gehalten und fotografiert. Etwas verwackelt, aber die Noppen sind jetzt besser zu erkennen.


Eine schöne Woche wünsche ich Euch!

Liebe Grüße,

Anneli



Sonntag, 26. April 2015

Es klappt nicht immer ...

Zwei neue Strickzeitschriften habe ich mir zugelegt, den "Knitter", deutsche Ausgabe Nr. 22 und die "Rebecca Nr. 62". 


Im Knitter bin ich dieses Mal ausnahmsweise nicht fündig geworden, dafür gab es in der Rebecca ein paar nette Modelle.


Modell Nr. 18 hatte es mir besonders angetan. Ein Kurzarmpulli aus Baumwolle mit Ajour- und Noppenmuster. Ich hatte noch passendes Garn in meinem Stash und nadelte ganz euphorisch los. Dann kamen die Noppen. Normalerweise habe ich mit den Strickschriften aus der Rebecca keine Probleme, aber dieses Mal haben mich die kleinen Knötchen schier zur Verzweiflung gebracht. Ich habe die Anleitung trotz einiger Versuche nicht geschnallt und meine eigenen Noppen gestrickt, die allerdings zu groß waren. Entscheidung: Das Modell wird verworfen.


Hier ist die Strickschrift. Vielleicht strickt ja jemand von Euch den Pullover und fragt sich, wo das Problem ist.

Noppe:
1. Reihe - eine M re
2. Reihe - aus der Masche 1 M re, 1 U, 1 M re, 1 U und 1 M re stricken = 5 M
3. Reihe - 5 M links
4. Reihe - 5 M links zusammenstricken = 1 M

Eigentlich glasklar, oder? Wo fängt die Noppe an? In Reihe 53 oder 54 und wo hört sie auf? Wird sie gewendet oder über die Reihen gestrickt (ich vermute Letzteres).

Tja, als Alternative gäbe es "Angie", ein Modell von Kim Hargreaves aus dem Magazin "Honey". Die Maschenprobe passt :-)


Aus Frust habe ich ein zweites Projekt angeschlagen. Es handelt sich um einen Mohairpullover, den ich nach 8 Jahren intensiven Tragens ausrangiert habe, den ich aber nicht missen möchte.

Zum Glück hatte ich noch mein "Münchner Mohiar" und die Stricknotizen und konnte somit gleich anfangen.


Wem das Muster gefällt, hier ist die Strickschrift:


Liebe Grüße und einen guten Start in die neue Woche,

Anneli


Donnerstag, 23. April 2015

Zopfpulli zum Karorock - letzter Teil

Neulich habe ich Euch erzählt, dass ich ein neues Frühjahrsmodell anschlagen habe. Ok, ich gebe zu, dass ich den Kampf mit der Strickschrift verloren habe. Ja, ich habe bereits zum dritten Mal das halbe Rückenteil wieder aufgeribbelt. Darum habe ich beschlossen, meinen Zopfpulli erst einmal zu beenden und in einem gesonderten Beitrag von der Misere zu berichten.

Heute also erst einmal der fertige Zopfpulli.
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Die Beschreibung der Ärmelkeule fehlt noch. In der 173. Reihe beidseitig 7 M abketten, dann beiseitig 3 M, 3 x 2 M, 22 x 1 M, 2 x 2 M, 3 M und die restlichen M abketten = 231 Reihen.


Ich mache die Abnahmen direkt am Rand. Wer mag, kann auch betonte Abnahmen stricken, indem zu Beginn der Reihe NACH der glatt rechts gestrickten Rippe zwei Maschen mustergemäß zusammengestrickt werden und am Ende VOR der letzten glatt gestrickten Rippe. Das sieht ganz attraktiv aus, aber es verbreitert optisch die Schulterpartie. Aus diesem Grunde mache ich es nicht.

Für die Ausschnittblende habe ich mit ND 2,0  128 Maschen aufgenommen und eine Reihe glatt re in hellgrau gestickt. Dann wird auf ND 3,0 und Farbe rot gewechselt. 1 Reihe glatt rechts und dann 4 Reihen im Bündchenmuster. 6. Reihe alle M abketten.

Seitenansicht
Hier zwei Tragefotos.



.... und ganz zum Schluss noch die Daten:
ND 3,0 und ND 3,5
Regia Strumpfwolle 4fach
50 g rot
250 g mittelgrau
250 g hellgrau

Stricknotizen zu dem Pullover:
Zopfpulli zum Karorock - Teil 1
Zopfpulli zum Karorock - Teil 2
Zopfpulli zum Karorock - Teil 3

Euch noch einen schönen Abend und liebe Grüße,
Anneli

Montag, 20. April 2015

Das große Räumen

Einmal im Frühjahr und einmal im Herbst werden meine Stricksachen umgeräumt. Die leichteren und sommerlichen Pullover und Jacken sollen jetzt schnell im Zugriff sein, die warmen werden noch einmal gewaschen und dann weggepackt. Meine Mutter hat damals immer Seife zwischen die Wäsche gelegt. Das roch nicht nur gut, sondern sollte auch die Motten fernhalten. So habe ich es gelernt und so mache ich es auch heute noch. Bislang hat sich keine einzige Motte in unsere Schränke gewagt.

Allerdings hat letzte Woche ein neues Hausmittel bei uns Einzug gehalten. Traudi hat mir ein ganz entzückendes Lavendelkissen gehäkelt. Als ob sie es geahnt hätte! Gefüllt mit echten Lavendelblüten, duftet es ganz wunderbar. Danke, Traudi, jetzt bin ich gegen die Plagegeister noch besser gerüstet.


Beim Umlagern meiner Strickwerke habe ich wieder festgestellt, dass die Anzahl von sommerlichen Sachen  im Vergleich zu meinen Herbst- und Winterpullis ziemlich gering ist. Außerdem gibt es zwei, drei Modelle, die reif für den Sack sind. Kennt Ihr ein Mittel gegen durch Sonnenschutzmittel verursachte gelbe Kragenränder? Ich habe noch nichts gefunden und irgendwann sieht so ein Pulli ganz einfach nicht mehr schön aus. Darum habe ich auch ein neues Frühjahrsmodell angschlagen. Der Beitrag dazu folgt in Kürze.

Ich bin überrascht, dass es doch noch Projekte gibt, die ich Euch nicht vorgestellt habe. Sie sind zwar in meiner Galerie, aber geschrieben habe ich noch nichts.

Da wäre zum Beispiel diese Jacke aus dem Rowan Magazin Nr. 52. Entworfen wurde sie von Sarah Hatton.

"Beatrix" von Sarah Hatton

Rowan Magazine und Garne kann man gut bei bei Wolle & Design erwerben. Die Anleitung für das Modell "Beatrix" gibt es in den Größen S - XXL. Blättert ruhig mal in dem Magazin. Da sind schöne Sachen zu finden.


Ich habe nicht das Originalgarn "Wool Cotton" verwendet, sondern mit  "Ambiente", einem Garn von Lana Grossa gestrickt. Es handelt sich dabei um ein Garn aus 85 % Baumwolle und 15 % Cashmere. Die Lauflänge beträgt 125 m. Gestrickt habe ich das Modell mit ND 3,5 und 4,0. Die Jacke wiegt 450 g.


Ich wünsche Euch eine wunderschöne und kreative Woche!

Anneli

Montag, 13. April 2015

Zopfpulli zum Karorock - Teil 3

Heute gibt es mal wieder einen Zwischenstand zu meinem Zopfpulli. Obwohl ich im Moment viel auf dem Zettel habe, geht es doch voran.

Das Vorderteil ist fertig und wird bis auf den Ausschnitt genauso gestrickt wie das Rückenteil.

Den Ausschnitt habe ich nach 51,5 cm (bei mir sind das 204 Reihen) wie folgt gestrickt: Die mittleren 20 M abketten (Abnahmen über den Zöpfen wie beim Rückenteil), dann beidseitig 6, 4, 4, 2,2,2,1,1,0,1 M abnehmen. Der Ausschnitt ist 18 cm breit und 7 cm tief.


Dieser komische Schlauch wird der erste Ärmel. Ich gebe zu, er sieht nicht soll aus, was am zusammengezogenen Rippenmuster liegt. Bei der Berechnung muss die Maschenprobe leicht gedehnt gemessen werden. Nach dem Spannen wird der Ärmel anders aussehen, das verspreche ich Euch. Die Maschenprobe im Rippenmuster beträgt mit Nadel 3,0 leicht gedehnt 36 M x 40 R = 10 cm.


Maschenprobe immer leicht gedehnt messen
Mein Ärmel wird insgesamt 58 cm lang. 43 cm bis zur Armkeule und dann weitere 15 cm für die Armkeule. Unten ist der Ärmel 20 cm und oben 34 cm breit.

68 M mit ND 3 anschlagen. Wer mag, kann auch einige Zentimeter mit einer dünneren Nadel arbeiten. Für die seitliche Schrägung beidseitig in jeder 6. Reihe 28 x 1 M zunehmen = 124 M. Wie ich die Keule arbeite, schreibe ich Euch in meinem nächsten Beitrag.

Kleiner Tipp: Die Höhe der Keule sollte grundsätzlich 4 bis 5 cm kürzer sein, als der Armausschnitt. Mein Armausschnitt ist 19 cm hoch, die Höhe meiner Keule 15 cm.

Ich wünsche Euch eine schöne und sonnige Woche,

Anneli