Montag, 26. Januar 2015

Effie - ein Pulli von Kim Hargreaves

Heute habe ich wieder ein älteres Stück für Euch. Ich bin immer noch dabei, Blogger und Ravelry zu synchronisieren, aber das dauert noch. Als am letzten Sonntag ein bisschen Schnee lag und es heller war als sonst, habe ich die Gelegenheit und das Licht genutzt, um ein paar Fotos zu schießen. Den Pullover "Effie"habe ich im Magazin "Precious" von Kim Hargreaves gefunden. Wer hier schon länger liest, weiß, dass ich die Designerin sehr schätze und dass ich schon eine ähnliche Jacke von ihr gestrickt habe.


Gestrickt wird mit Rowan Kidsilk Haze. Allerdings wollte ich ein anderes Garn ausprobieren und entschied mit für SCM Select Highland Alpaca Fino, was ich anschließend bereut habe. Das feine Garn mit 250 m Lauflänge auf 50 g  lässt sich sehr gut verarbeiten, ist allerdings äußerst empfindlich. Pilling und aufgeraute Stellen sind das Ergebnis. Für Tücher und Schals sicherlich eine schöne Wolle, aber für Jacken und Pullover würde ich sie nicht noch einmal verarbeiten. Aber auch wenn er schon etwas gelitten hat, dieser Pulli gehört zu meinen Lieblingen.


Das dünne Garn habe ich mit Nadelstärke 3,5 und 3,75 verarbeitet. Beim Vorderteil werden beidseitig der Knopfleiste drei Hilfslinien kraus rechts gestrickt (jeweils über 1 M in Hin- und Rückreihe kraus rechts stricken). Diese Markierung dienst für das spätere Annähen der Rüschen. Die Rüschenkanten werden separat gestrickt und dann mit der Abkettkante angenäht. Der Anschlag erfolgt mit doppeltem Faden. Dann wird einfädig weitergestrickt und dabei in jeder 2. Reihe Maschen durch Zusammenstricken abgenommen. So kommt die Kräuselung zustande. Die Blenden für die Knöpfe und Knopflöcher werden gleich mit angestrickt und der runde Ausschnitt bekommt nur einen kleinen Rollrand.


Vielleicht stricke ich das Modell noch einmal mit Silkhair. Auch von der Kidsilk Haze hätte ich noch 6 Knäuel, mehr braucht man bis einschließlich Größe L nämlich nicht davon. Wie Ihr wisst, gehören diese Garne zu meinem Lieblingsmaterial. Und jetzt bewegt mich die folgende Frage:
Welches ist EUER LIEBLINGSGARN?

Ich glaube Heike hat gerade ein Lieblingsgarn gefunden. Es ist Fine Donegal von Debbie Bliss. Die Wolle hat bei mir auch das Potential zum Favoriten. Aber Ihr müsst Euch unbedingt die Farbe ansehen, die Heike sich ausgesucht hat. Ein Traum!

Liebe Grüße und eine schöne Woche
wünscht Euch,

Anneli



Sonntag, 25. Januar 2015

Theatertauglich - eine Filzclutch

Ich habe ja gesagt, DAS mache ich noch einmal. Das Filzen hat so viel Spaß gemacht, dass ich schnell noch ein zweites Projekt in Angriff nehmen musste.


Das Modell ist ebenfalls aus dem Heft "Strick und Filz" Nr. 8 von Lana Grossa. Laut Anleitung soll die Clutch mit Feltro Paillettes gestrickt werden. In rot und pink finde ich sie klasse (für meine Tochter), aber ich habe ein Kleid, zu dem die Tasche passen soll. Somit habe ich mich für die normale Feltro ohne Pailletten entschieden, und zwar für 100 g in der Farbe 020 grün und 150 g in Farbe 004 grau.



Gestrickt habe ich dieses Mal mit Nadelstärke 10. Ich war sehr skeptisch, denn das ungefilzte Teil hatte mit einer Clutch wenig Ähnlichkeit. Ein sackartiges Gebilde, aus dem ich locker hätte eine Kissenhülle machen können. Für die Blume wäre eine Häkelnadel Nr. 10 gut gewesen, die ich aber leider nicht hatte. Mit Nr. 7 ging es dann auch, aber etwas lockerer gehäkelt, wäre die Blüte noch ein wenig mehr eingelaufen.

Als ich die Tasche dann aus der Waschmaschine holte, konnte ich kaum fassen, dass der große Beutel tatsächlich auf das vorgegebenen Maß geschrumpft war.

Ich finde die Clutch durchaus theatertauglich aber mit einem robusten Strickmandel auch im Winter tragbar. Doch jetzt ist vorläufig Schluss mit dem Filzen. Ich möchte unbedingt meinen grauen Cable Sweater weiterstricken. Na ja, aber vielleicht ist doch noch Zeit für ein Paar Stulpen aus dem tollen Garn von Beatrice :-)


Liebe Grüße und noch einen schönen Sonntag,
Anneli

Dienstag, 20. Januar 2015

Wolle und Stubentiger

Dieser Beitrag schwirrt schon seit geraumer Zeit in meinem Kopf , aber den Anstoß, ihn zu verfassen, hat heute morgen Sabine mit ihrem Kommentar gegeben, in dem sie eine nette Geschichte über ihren Kater erzählt.

Beim Lesen der verschiedenen Strickblogs ist mir aufgefallen, dass viele Strickerinnen Katzen haben und auch über sie schreiben. Hunde kommen auch vor, aber hauptsächlich handelt es sich um Katzen.

Wir hatten auch welche. Unser letzter Kater war ein "Findling". Jemand hatte ihn im Wald ausgesetzt. Tommy, so nannten wir ihn, war noch ganz klein und halb verhungert. Wir nahmen ihn mit. Eigentlich sollte er am nächsten Tag ins Tierheim, aber er blieb bis an sein Lebensende. Aus dem Fliegengewicht wurde ein stattlicher Stubentiger, der Narrenfreiheit genoss.


Tommy durfte fast alles. Nur bei meiner Wolle und den Strickarbeiten verstand ich wenig Spaß und irgendwie wusste er das. Natürlich hat er sich, wie andere Katzen auch, auf jedes fertige Projekt gelegt, aber mehr eigentlich nicht.

Ich erinnere mich allerdings gut an einen Mantel, der mit 14 verschiedenen Farben gestrickt wurde. Ich saß auf dem Fußboden. Vor mir sortiert waren die bunten Wollknäuel und davor kauerte fasziniert mit ausgefahrenen Krallen der Kater. Irgendwann war es dann soweit. Nicht nur die Knäuel bewegten sich, auch bei Tommy setzte dieses leichte Zucken ein, das im Nacken beginnt, sich über den Rücken fortsetzt und in der Schwanzspitze endet. Wenn sich dann die Pupillen erweitern, ist es eigentlich zu spät. Ich sah es gerade noch rechtzeitig und sagte nur ganz leise: "Ich warne dich", woraufhin der Kater mit einem Knurren aufsprang und auf seinen Spikes die Treppe hochbuckelte. Zu schön! Ich denke noch heute gern daran.


Wer eine Katzengeschichte hat, der möge sie erzählen!

Dieses sind Bilder von unserem Kater "Maurice". Ich habe ihn gezeichnet. Das Zeichnen ist auch ein Hobby von mir. Leider habe ich es sträflich vernachlässigt. Vielleicht fange ich wieder an.



Beste Grüße,
Anneli

Montag, 19. Januar 2015

"Ice in the sunshine"

So war das eigentlich nicht gedacht, denn der Schal sollte ein Bus- und Bahnprojekt werden. Immer mal ein paar Reihen, wenn man unterwegs ist. Doch das ging irgendwie nicht. Kaum hatte ich das Knäuel in den Händen, war es wie verhext. Ich konnte die Nadeln nicht mehr weglegen und habe 400 Meter Silkhair an zwei Tagen weggestrickt.

Zu sehen, wie der Farbverlauf sich entwickelt, hat einfach Spaß gemacht und ... schwups war der Schal fertig. Das lag natürlich auch an den relativ dicken 5er Nadeln, mit denen das zarte Garn verarbeitet wurde. Das Maschenbild ist zwar luftig, aber auch nicht so gleichmäßig, wie ich es gern hätte. Normalerweise stricke ich Silkhair einfädig mit Nadelstärke 3,25. Das Strickbild gefällt mir deutlich besser, aber für einen leichten Schal ist ND 5 in Ordnung.

Den Frühlingsschal nenne ich "Ice in the sunshine", weil Bine in ihrem Kommentar meinte, die Farben sähen aus wie Eincreme :-)

Auf dem Foto links wirken sie oben und unten allerdings etwas zu dunkel.


Das Garn fühlt sich auch gut an!

Liebe Grüße und eine schöne Woche
wünscht Euch,

Anneli

Donnerstag, 15. Januar 2015

Leicht und luftig ...

präsentiert sich die neue Rebecca Nr. 61. Auch in den Stricktrends und dem neuen Knitter gibt es schöne Modelle, die Lust auf wärmere Temperaturen und Sonne machen.


Dieser Pullover aus der Rebecca ist mein Favorit. Aus federleichtem Garn und mit ausdrucksstarkem Blattmuster wird er von oben nach unten gestrickt.

Federleicht aber weniger auswendig ist auch mein neues Bus- und Bahnprojekt. Ich finde es schwierig, mit Zopfnadeln oder Nadelspiel in öffentlichen Verkehrsmitteln zu hantieren. Das Stricken fällt mir dort sowieso nicht so leicht, also lasse ich knifflige Projekte lieber zu Hause. Statt dessen habe ich mich für einen einfachen Schal aus Silkhair Print (Lana Grossa) entschieden.

Aufgenommen habe ich 53 Maschen. Es werden 6 Reihen im Perlmuster gestrickt, das nach 6 Reihen an den Rändern mit jeweils 5 Maschen weitergearbeitet wird. Dazwischen liegen 43 Maschen glatt rechts gestrickt. Mit Nadelstärke 5 entsteht ein ganz superleichter Schal, der beendet wird, wenn das 50 g Knäuel aufgebraucht ist.


Dann sollte er eine Länge von zirka 1,90 m haben und zirka 28 -29 cm breit sein. Rowan hat für so einen Schal eine Anleitung herausgegeben, die Ihr auf Ravelry kostenfrei herunterladen könnt, aber eigentlich braucht man sie für dieses Projekt nicht.

Silkhair Print Nr. 330 ist neu in der Farbpalette. Ich finde diesen pastelligen Farbmix ganz zauberhaft. Darum habe ich mir auch ein weiteres Knäuel mir der Nr. 333 in hellen Aquatönen gegönnt. Solche hauchdünnen Schals leisten gute Dienste, wenn in den Bahnen wieder die Fenster aufgerissen werden und es überall zieht. Außerdem lassen sie sich bequem in jeder Handtasche verstauen.

Mit Nadel 5 geht es übrigens schneller als erwartet voran.

Liebe Grüße,
Anneli